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Body Condition Score: Über- oder Untergewicht objektiv erkennen

Die Waage allein sagt wenig über das richtige Gewicht aus – die neunstufige WSAVA-Skala arbeitet stattdessen mit Ertasten und Ansehen.

4 Min. Lesezeit·Aktualisiert am 16. September 2026
Maine-Coon-Katze steht entspannt auf einem Tisch bei einer ruhigen Untersuchung

Zwei Tiere derselben Rasse und desselben Gewichts können völlig unterschiedlich gebaut sein. Deshalb bewertet die Fachwelt den Ernährungszustand nicht über die Waage allein, sondern über den Body Condition Score.

Wie die Skala funktioniert

Die World Small Animal Veterinary Association (WSAVA) empfiehlt eine neunstufige Skala, die nach dem Prinzip „ansehen – ertasten – ansehen" arbeitet: Rippen werden ertastet, die Taille von der Seite betrachtet, die Silhouette von oben.

Was die Werte bedeuten

Die neun Stufen lassen sich grob in drei Bereiche einteilen:

  • 1–3: Rippen, Wirbelsäule und Beckenknochen deutlich sichtbar, kaum Fettpolster.
  • 4–5: Idealbereich. Rippen unter einer dünnen Fettschicht tastbar, Taille von oben und von der Seite erkennbar.
  • 6–9: Rippen zunehmend schwer tastbar, die Taille verschwindet – ab etwa 8 gilt ein Tier als deutlich übergewichtig.

Warum das Ertasten wichtiger ist als das Aussehen

Langes oder dichtes Fell verdeckt optisch genau die Stellen, auf die es ankommt. Deshalb zählt beim Body Condition Score in erster Linie, was sich unter der Hand ertasten lässt – nicht nur, wie ein Tier auf den ersten Blick wirkt.

Auf einen Blick

Ideal liegt bei 4–5 von 9 Punkten: Rippen leicht tastbar, Taille von oben und von der Seite sichtbar. Regelmäßiges Ertasten schlägt den bloßen Blick.

Quellen
  • World Small Animal Veterinary Association (WSAVA) – Body Condition Score
Den Verlauf festhalten, nicht nur den Moment

Pet Passport+ führt Gewicht und Body Condition Score in derselben Zeitachse – für einen Trend statt einer einzelnen Zahl.