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Wie viel Futter braucht mein Hund oder meine Katze wirklich?

Die Formel hinter der Fütterungsempfehlung – und warum Alter, Kastration und Aktivität den Bedarf stärker verändern als die Fütterungstabelle auf der Verpackung.

4 Min. Lesezeit·Aktualisiert am 16. September 2026
Ragdoll-Katze sitzt neben einem Napf in einer hellen Küche

Die Zahl auf der Futterpackung ist ein Durchschnittswert für ein Tier, das es so gar nicht gibt. Der tatsächliche Bedarf ergibt sich aus Gewicht, Lebensphase, Aktivität und Kastrationsstatus.

Der Ausgangspunkt: der Ruheenergiebedarf

Der veterinärmedizinisch etablierte Ausgangswert ist der Ruheenergiebedarf: 70 mal das Körpergewicht in Kilogramm, hoch drei Viertel gerechnet. Diese Formel ist Grundlage nahezu jeder Fütterungsempfehlung, die auf mehr als der Verpackungsangabe beruht.

Warum der reine Ruhewert nicht ausreicht

Der Ruheenergiebedarf allein beschreibt nur, was ein Tier im Liegen verbrennt. Der tatsächliche Tagesbedarf ergibt sich erst, wenn dieser Wert mit einem Faktor für Lebensphase, Kastrationsstatus, Aktivitätslevel und Ziel (Halten, Abnehmen, Zunehmen) multipliziert wird.

  • Welpen und Kitten: deutlich höherer Faktor wegen des Wachstums.
  • Unkastrierte Tiere: meist höherer Faktor als kastrierte.
  • Hohe Aktivität oder Arbeitstiere: zusätzlicher Aufschlag.
  • Senior oder Ziel Gewichtsabnahme: niedrigerer Faktor als bei einem aktiven, kastrierten Erwachsenen.

Warum zwei gleich schwere Tiere trotzdem unterschiedlich viel brauchen

Selbst mit exakter Formel bleibt die Rechnung eine Annäherung: Zwei Tiere gleichen Gewichts können sich im tatsächlichen Bedarf um ein Drittel unterscheiden. Deshalb ist jede berechnete Menge ein Startpunkt, der anhand des Gewichtsverlaufs über einige Wochen nachjustiert werden sollte – nicht eine einmalig festgelegte, endgültige Zahl.

Auf einen Blick

Formel: 70 × Gewicht in kg^0,75 als Ruhewert, multipliziert mit einem Faktor für Lebensphase, Kastration und Aktivität. Das Ergebnis ist ein Startpunkt, kein Endwert.

Quellen
  • National Research Council (NRC) – Nutrient Requirements of Dogs and Cats
Die Rechnung übernehmen, den Verlauf im Blick behalten

Pet Passport+ berechnet den Tagesbedarf aus Gewicht, Alter und Ziel und zeigt, wie viel der Tagesration bereits durch Leckerlis abgedeckt ist.