Hitze und heißer Asphalt: Pfotenschutz im Sommer
Schon bei angenehmen 30 Grad Lufttemperatur kann dunkler Asphalt Werte erreichen, die innerhalb einer Minute Verbrennungen verursachen.

Ein Spaziergang, der sich für Menschen in Schuhen völlig normal anfühlt, kann für die Pfoten eines Hundes bereits eine Verletzung bedeuten – der Unterschied liegt am Boden, nicht an der Lufttemperatur.
Warum die Lufttemperatur täuscht
Dunkler Asphalt kann an einem sonnigen Tag mit rund 30 Grad Lufttemperatur selbst Oberflächentemperaturen von etwa 60 Grad erreichen – heiß genug, um innerhalb einer Minute Verbrennungen an Pfotenballen zu verursachen. Gewebeschäden an der Pfote beginnen bereits ab einer Oberflächentemperatur von etwa 47 Grad bei anhaltendem Kontakt.
Der Fünf-Sekunden-Test
Handrücken für fünf Sekunden auf den Asphalt legen: Ist das schon unangenehm heiß, ist es das für Pfoten erst recht. Manche tierärztlichen Quellen empfehlen zur Sicherheit sogar sieben bis zehn Sekunden als Testdauer.
Wann und wo stattdessen laufen
Drei einfache Anpassungen reduzieren das Risiko deutlich:
- Spaziergänge in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegen, wenn der Asphalt abgekühlt ist.
- Wo möglich Gras- oder Waldwege statt Asphalt oder Beton wählen.
- Im Zweifel den Test direkt an der Stelle wiederholen, an der als Nächstes gelaufen werden soll – Sonne und Schatten machen einen großen Unterschied.
Fünf Sekunden Handrücken-Test vor jedem Spaziergang bei Sommerhitze. Im Zweifel lieber früher oder später laufen als das Risiko einzugehen.
- American Veterinary Medical Association (AVMA)
- FOUR PAWS International
Sollten die Pfoten trotzdem einmal betroffen sein, liegen die passenden Erste-Hilfe-Schritte in Pet Passport+ vollständig offline bereit.