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Was kostet ein Hund oder eine Katze im Jahr? Die Posten im Überblick

Futter, Tierarzt, Steuer, Versicherung: welche Kosten regelmäßig anfallen, welche einmalig – und wie du sie realistisch einschätzt.

6 Min. Lesezeit·Aktualisiert am 10. Oktober 2026
Porträt eines Labrador Retrievers vor hellem Hintergrund

Die Anschaffung ist meist der kleinste Teil. Was ein Tier über die Jahre kostet, entscheidet sich an wenigen laufenden Posten – und an Tierarztrechnungen, die vorher niemand kennt.

Einmalige Kosten am Anfang

Neben dem Kaufpreis oder der Schutzgebühr fallen zu Beginn die Erstausstattung (Liegeplatz, Transportbox, Näpfe, Leine oder Katzentoilette), der Mikrochip samt Registrierung und bei Jungtieren die Grundimmunisierung an. Bei Katzen und vielen Hunden kommt später die Kastration hinzu.

Laufende Kosten

Diese Posten kommen Jahr für Jahr wieder. Wie hoch sie ausfallen, hängt stark von Größe, Alter und Gesundheit des Tieres ab.

  • Futter – der größte planbare Posten, abhängig von Größe, Aktivität und Futterart.
  • Tierarzt für Impfungen, Entwurmung, Zahnkontrolle und Check-ups.
  • Hundesteuer – ihre Höhe legt die Gemeinde fest; für als gefährlich eingestufte Hunde ist sie oft deutlich höher.
  • Hundehaftpflicht – in mehreren Bundesländern vorgeschrieben.
  • Optional eine Kranken- oder OP-Versicherung.
  • Pflege, Spielzeug, Hundeschule und Betreuung während des Urlaubs.

Tierarztkosten realistisch einschätzen

Tierärztinnen und Tierärzte rechnen in Deutschland nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) ab. Sie legt für jede Leistung einen einfachen Satz fest, der je nach Aufwand bis zum Dreifachen berechnet werden darf. Mit der Novelle vom November 2022 sind viele Sätze spürbar gestiegen.

Im tierärztlichen Notdienst – nachts, am Wochenende und an Feiertagen – gilt mindestens der zweifache Satz, dazu kommt eine pauschale Notdienstgebühr. Eine einzige Operation kann so schnell mehrere Monatsbudgets übersteigen.

Rücklage statt Überraschung

Wer keine Versicherung abschließt, legt am besten jeden Monat einen festen Betrag für Tierarztkosten zurück – auch in Monaten, in denen nichts anfällt.

Hund oder Katze: worin sich die Kosten unterscheiden

Für Katzen gibt es keine Steuer und keine Haftpflicht-Pflicht; dafür fällt bei Wohnungskatzen dauerhaft Katzenstreu an. Große Hunde kosten bei Futter, Medikamenten und Narkosen spürbar mehr als kleine, weil sich viele Dosierungen nach dem Körpergewicht richten.

Quellen
  • Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) in der Fassung vom 22. November 2022
  • Hundesteuersatzungen der Gemeinden
  • § 833 BGB (Haftung des Tierhalters)
Ausgaben pro Tier im Blick

Pet Passport+ sammelt Tierarzt-, Futter- und Versicherungskosten pro Tier und zeigt, was ein Jahr wirklich gekostet hat.