Impfplan für Katzen: Welche Impfungen wirklich zu den Kernkomponenten zählen
Katzenschnupfen, Katzenseuche und Tollwut – und warum Freigänger ein anderes Intervall brauchen können als reine Wohnungskatzen.

Der Kernimpfplan für Katzen ist kürzer als der für Hunde, folgt aber demselben Prinzip: eine feste Grundimmunisierung, danach ein Intervall, das sich am Lebensstil orientiert.
Die Kernkomponente RCP
RCP steht für den Schutz gegen Katzenschnupfen (Calicivirus, Herpesvirus, Rhinotracheitis) und Katzenseuche (Panleukopenie). Nach StIKo-Vet-Empfehlung gilt diese Kombination für jede Katze als Kernimpfung, unabhängig davon, ob sie Freigang hat.
Der zeitliche Ablauf
Die Grundimmunisierung gegen RCP läuft in vier Terminen:
- 1. Impfung ab der 8. Lebenswoche
- 2. Impfung ab der 12. Lebenswoche
- 3. Impfung ab der 16. Lebenswoche
- Abschluss der Grundimmunisierung mit etwa 15 Monaten
- Danach Wiederholungsimpfung alle drei Jahre
Tollwut: Pflicht für Reisen, nicht für jede Katze
Die Tollwutimpfung ab der 12. Lebenswoche zählt ebenfalls zu den Kernkomponenten und ist für Reisen innerhalb der EU zwingend erforderlich. Für reine Wohnungskatzen ohne Reiseabsicht wird sie in der Praxis individuell abgewogen.
Warum Freigänger anders eingeplant werden
Katzen mit Freigang haben ein höheres Infektionsrisiko als Wohnungskatzen und benötigen bei manchen Impfstoffen ein kürzeres Auffrischungsintervall. Das ist keine allgemeine Regel, sondern eine Einschätzung, die die Praxis anhand des Infektionsdrucks vor Ort trifft.
RCP und Tollwut: Grundimmunisierung bis etwa 15 Monate, danach meist alle drei Jahre. Freigänger können ein kürzeres Intervall brauchen – das entscheidet die Praxis.
- StIKo Vet – Ständige Impfkommission Veterinärmedizin, Kernkomponenten Katze
Pet Passport+ behält den Überblick über Grundimmunisierung und Auffrischungen je Tier – als Erinnerung, nie als automatischen Eintrag.