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Kastration bei Hund und Katze: Der richtige Zeitpunkt

Bei Katzen relativ einheitlich, bei Hunden stark von der Rasse abhängig – warum "einfach mit sechs Monaten" nicht für jeden Hund die beste Antwort ist.

4 Min. Lesezeit·Aktualisiert am 16. September 2026
Australian Shepherd steht aufmerksam auf einer Wiese im Garten

Anders als oft angenommen gibt es keinen einzelnen richtigen Zeitpunkt für die Kastration – die Antwort unterscheidet sich deutlich zwischen Katzen und Hunden, und bei Hunden zusätzlich nach der zu erwartenden Größe.

Bei Katzen: relativ klar

Für Katzen, die nicht zur Zucht eingesetzt werden, wird eine Kastration bis zum Alter von etwa fünf Monaten empfohlen – teils auch früher, abhängig von Größe und Gesundheitszustand des Tieres.

Bei kleinen Hunden

Bei Hunden mit einem zu erwartenden Gewicht unter etwa 25 Kilogramm wird meist weiterhin ein Alter um sechs Monate empfohlen.

Bei großen und riesigen Rassen

Bei größeren Rassen empfehlen aktuelle Leitlinien häufig, bis zum Abschluss des Wachstums zu warten: bei Hündinnen etwa 12 bis 15 Monate, bei Rüden 18 bis 24 Monate. Bei sehr großen Rassen wird teils sogar bis zum Alter von 24 Monaten geraten. Hintergrund ist ein erhöhtes Risiko für bestimmte Gelenkprobleme, wenn Geschlechtshormone bereits vor Abschluss des Skelettwachstums entfernt werden.

Warum die individuelle Abwägung zählt

Der richtige Zeitpunkt hängt neben der Rasse auch vom Gesundheitszustand, dem Verhalten und den Lebensumständen des einzelnen Tieres ab. Eine pauschale Regel für alle Hunde existiert bewusst nicht – das ist ein Gespräch für die eigene Praxis, nicht für eine allgemeine Tabelle.

Auf einen Blick

Katzen: meist bis etwa 5 Monate. Kleine Hunde: um 6 Monate. Große und riesige Rassen: oft erst nach Abschluss des Wachstums, bei Rüden entsprechend später als bei Hündinnen.

Quellen
  • American Veterinary Medical Association (AVMA)
  • World Small Animal Veterinary Association (WSAVA)
Termine, die zum eigenen Tier passen

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