Katze zieht ein: So gelingen die ersten Tage und Wochen
Ein ruhiger Startraum, genug Katzentoiletten, Tierarzt und Impfungen – und warum Freigänger vielerorts kastriert und gechippt sein müssen.

Katzen nehmen ein neues Zuhause lieber in kleinen Schritten in Besitz. Wer ihnen dafür Zeit und einen sicheren Rückzugsort gibt, hat meist schnell eine entspannte Mitbewohnerin.
Ein Raum zum Ankommen
Ein ruhiger Raum mit Futter, Wasser, Toilette, Versteck und Kratzmöglichkeit gibt in den ersten Tagen Sicherheit. Der Rest der Wohnung kommt dazu, sobald die Katze von sich aus neugierig wird.
- Faustregel für Toiletten: eine pro Katze und eine zusätzliche.
- Futter, Wasser und Toilette nicht direkt nebeneinander aufstellen.
- Giftige Pflanzen entfernen – Lilien sind für Katzen schon in kleinen Mengen gefährlich.
Tierarzt und Impfungen
Beim ersten Tierarztbesuch werden Gesundheitszustand, Parasiten und der bisherige Impfstatus geprüft. Zu den Kernimpfungen gehören nach der StIKo Vet Katzenschnupfen und Katzenseuche; Freigänger sollten zusätzlich gegen Tollwut geimpft sein.
Freigang, Chip und Kastration
Viele Städte und Gemeinden haben auf Grundlage des Tierschutzgesetzes Katzenschutzverordnungen erlassen, die für Freigänger Kastration und Kennzeichnung per Chip vorschreiben. Ob das an deinem Wohnort gilt, erfährst du bei der Gemeinde. Unabhängig davon hilft ein registrierter Chip, eine entlaufene Katze ihrem Zuhause zuzuordnen.
Eine neue Katze bleibt am besten einige Wochen ausschließlich drinnen, bevor sie zum ersten Mal hinausdarf – so lernt sie, wo ihr Zuhause ist.
- Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet), Leitlinie zur Impfung von Kleintieren
- § 13b Tierschutzgesetz (Schutz frei lebender Katzen)
Leg die Katze in Pet Passport+ an, trag Chipnummer und Impfungen ein und behalte Kastration, Entwurmung und Auffrischungen im Blick.