Zahnpflege bei Hund und Katze: Warum die meisten Tiere betroffen sind
Über 80 Prozent der Hunde und rund 70 Prozent der Katzen haben ab dem dritten Lebensjahr eine Zahnerkrankung – meist ohne dass es von außen auffällt.

Zahnprobleme gehören zu den am meisten unterschätzten Gesundheitsthemen bei Hund und Katze, weil sie von außen lange unsichtbar bleiben – bis sie es plötzlich nicht mehr sind.
Wie verbreitet das Problem wirklich ist
Nach tierärztlichen Auswertungsdaten haben mehr als 80 Prozent der Hunde ab dem dritten Lebensjahr eine Form von Parodontalerkrankung, bei Katzen sind es rund 68 bis 70 Prozent. Das Risiko steigt mit jedem Lebensjahr weiter an.
Warum es so oft übersehen wird
Parodontalerkrankungen zeigen häufig keine auffälligen äußeren Anzeichen, solange sie nicht weit fortgeschritten sind. Eine rein visuelle Kontrolle beim Streicheln reicht deshalb meist nicht aus, um ein beginnendes Problem zu erkennen.
Worauf trotzdem geachtet werden kann
Ein paar Anzeichen sind auch ohne Fachblick erkennbar:
- Deutlicher Mundgeruch, der über den üblichen "Hundegeruch" hinausgeht.
- Gelblich-brauner Zahnstein, vor allem an den hinteren Backenzähnen.
- Zurückgehendes Zahnfleisch oder sichtbar entzündete, gerötete Ränder.
- Vorsichtiges Kauen oder Bevorzugen einer Kieferseite.
Was regelmäßig hilft
Regelmäßiges Zähneputzen mit für Tiere geeigneter Zahnpasta bleibt die wirksamste Vorbeugung. Zusätzlich lohnt sich eine tierärztliche Kontrolle der Zähne bei den ohnehin fälligen Vorsorgeterminen, statt Zahnpflege ausschließlich reaktiv zu behandeln.
Über 80 % der Hunde und rund 70 % der Katzen sind ab drei Jahren betroffen. Das Risiko steigt mit jedem Lebensjahr um etwa ein Fünftel weiter.
- Banfield Applied Research and Knowledge (BARK) – Auswertung zur Prävalenz von Parodontalerkrankungen
Pet Passport+ erinnert an fällige Zahnkontrollen genauso wie an andere Vorsorgetermine – als Teil derselben Gesundheits-Timeline.