Zwiebeln, Knoblauch und Lauch: Warum sie rote Blutkörperchen zerstören
Roh oder gekocht, frisch oder als Pulver – die Wirkung ist dieselbe. Warum Katzen und Frettchen empfindlicher reagieren als Hunde.

Zwiebeln, Knoblauch und Lauch gehören in fast jede Küche – und zerstören bei Hunden, Katzen und Frettchen rote Blutkörperchen, unabhängig davon, ob sie roh, gekocht oder als Pulver aufgenommen werden.
Warum das so gefährlich ist
Die enthaltenen Schwefelverbindungen schädigen rote Blutkörperchen und lösen eine Blutarmut aus. Getrocknetes Pulver – etwa in Fertiggerichten, Brühwürfeln oder Snacks – ist dabei deutlich konzentrierter als dieselbe Menge der frischen Zutat.
Wer besonders gefährdet ist
Katzen und Frettchen reagieren empfindlicher als Hunde und entwickeln die Blutarmut oft schon bei kleineren Mengen. Das macht Reste aus der eigenen Küche – etwa eine mit Zwiebeln zubereitete Soße – zu einer leicht unterschätzten Gefahr.
Woran du eine Vergiftung erkennst
Die Anzeichen zeigen sich oft erst mit Verzögerung, manchmal erst nach Tagen:
- Müdigkeit, Schwäche oder blasses Zahnfleisch als Zeichen der beginnenden Blutarmut.
- Rötlich oder bräunlich verfärbter Urin.
- Appetitlosigkeit und Erbrechen.
Was jetzt zu tun ist
Bei bekannter oder vermuteter Aufnahme die Praxis kontaktieren, auch ohne sichtbare Symptome – die Blutarmut zeigt sich häufig erst mit deutlicher Verzögerung, wenn frühzeitiges Handeln bereits geholfen hätte.
Getrocknet und als Pulver deutlich konzentrierter als frisch. Katzen und Frettchen sind empfindlicher als Hunde, und die Blutarmut zeigt sich oft erst nach Tagen.
- Merck Veterinary Manual
Der Giftcheck in Pet Passport+ berücksichtigt roh, gekocht und Pulverform getrennt und funktioniert auch ohne Internetverbindung.